Flytec Flarm
Einbau-Option bei den FLYTEC Avionic-Geräten 6020 und 6030 - FLARM für Hängegleiter und Gleitschrme
Das Kollisionswarngerät FLARM gibt es bereits seit 2004. Mittlerweile warnen weltweit rund 14`000 Geräte die Piloten in Helis, Segel- und Leichtflugzeugen vor Kollisionsgefahr. Jetzt gibt es neu den FLARM-Transponder für Hängegleiter.
Das von Schweizer Segelflugpiloten entwickelte FLARM ist ein kleines, leichtes und preiswertes Kollisionswarngerät mit geringer Stromaufnahme. Es wurde ursprünglich für die Sicherheit im Segelflug konzipiert: Die schnittigen Gleiter sind aus bestimmten Winkeln kaum wahrzunehmen. Vor allem wenn sie dem Betrachter direkt entgegen- oder vor weißem Hintergrund fliegen. Die FLARM-Geräte alarmieren die Piloten, wenn ein anderes FLARM-bestücktes Flugzeug in der Nähe ist und zeigen dessen Position an. Dank seiner Wirksamkeit und ständiger Weiterentwicklung erfreut sich das FLARM-System weiterhin zunehmender Beliebtheit. Immer häufiger wird es auch von Piloten motorisierter Luftfahrzeuge eingesetzt, wenn diese häufig in Gebieten mit regem Segelflugverkehr operieren. In diesen Gebieten bewegen sich aber auch Gleitschirme und Deltagleiter. Weil diese Hängegleiter weder über ein Instrumentenbrett noch über eine Bordbatterie verfügen, waren sie bisher ohne Kollisionswarngerät unterwegs. Sie sind deshalb für die schneller fliegenden Flugzeuge und Helikopter elektronisch nicht sichtbar.
Passende Lösung im Mikroformat
In Zusammenarbeit mit den FLARM-Entwicklern hat FLYTEC eine raffinierte Lösung gefunden. Die beiden populärsten Multifunktions-Geräte für Hängegleiter-Piloten, FLYTEC 6020 und FLYTEC 6030, können mit einem so genannten „Passiv-FLARM“ ausgestattet werden. Es handelt sich eigentlich um einen FLARM-Transponder. Eine winzige, im Gerät eingebaute elektronische Einheit, antwortet bei minimalem Strombedarf auf die empfangenen Signale der Kollisionswarngeräte anderer Flugzeuge. Damit können die Piloten in den Heli- Segel- und Flugzeug-Cockpits die Gleitschirme und Deltagleiter auf eine Distanz von einigen Kilometern wahrnehmen und entsprechend reagieren. Die Reichweite genügt, um dem Piloten eines Segelflugzeuges, das mit einer Fluggeschwindigkeit von meist 100 bis 180 km/h fliegt, weit über eine halbe Minute Zeit für ein Ausweichmanöver zu lassen. Während ein komplettes FLARM-Gerät über tausend Franken kostet, ist der neue FLARM-Transponder als Option in einem Neugerät für Fr. 115.- und als Nachrüstsatz für Fr. 165.- zu haben. Die Nachrüstung wird von FLYTEC vorgenommen. Der FLARM-Transponder hat einen um ein Drittel erhöhten Stromverbrauch des Gerätes zur Folge. Er ist allerdings ausschaltbar. Weil sich Deltagleiter und Gleitschirme mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und Wendigkeit bewegen, kann der Hängegleiter-Pilot den signalisierten Typ seines Fluggerätes selbst wählen. Angesichts der sicherheitsrelevanten Bedeutung des Moduls wurde diese FLARM-Weiterentwicklung vom Schweizerischen Hängegleiterverband SHV und von der REGA finanziell unterstützt. Zudem verzichten die Entwicklerfirma FLARM und FLYTEC darauf, die restlichen Entwicklungs- und Herstellkosten vollständig auf den Gerätepreis zu übertragen. Dies in der Hoffnung, dass der FLARM-Transponder unter den Hänggleitern die gleiche Verbreitung findet wie das FLARM-Vollgerät bei Flugzeugen und Helikoptern.